Dörrapparat

Hier kurz noch ein paar Bilder von dem Dörrapparat, den ich mit zugegeben etwas größerem Aufwand in meiner Kommune in Sehlis gemauert, geschweißt, gezimmert und verkabelt habe. I hope you dry! Denn dörren bis etwa 43 Grad ist die schonenste Konservierungsvariante für Obst und Gemüse! Ich bin gespannt ob er sich bewähren kann…

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Eine innen mit Leinöl und schwarzen Farbpigmenten aus Eisenoxid geschwärzte Stahlrampe, die mit einer Glascheibe abgedeckt ist, bildet den Raum in dem sich die Luft erhitzen und dann in den Dörraparrat aufsteigen kann
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Auf dem Dach befindet sich zudem eine Solarpanele, die eine Autobatterie speist, die unter dem Apparat im Trockenen steht. Das Dach besteht aus Holzbrettern auf die ich eine dicke Lehmschicht aufgetragen habe. Dort sind die Biberschwänze mit ihren Nasen hineingedrückt. Vielleicht wird der Raum unter Rampe und Apparat auch noch verglast und verschlossen um den Wärmespeicher der Ziegelsteine noch deutlich zu erhöhen. Darum habe ich mich auch gegen einen Metallkasten als Dörrschrank enschieden. Er wird nachts zu kalt und das kondensierende Wasser würde aufs Trockengut tropfen.
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Die Kabel aus der Panele gehen zunächst in diesen Laderegler, der den Strom zur Batterie und zum Lüfter reguliert. So ist die Batterie vor einer Überladung geschützt und der Lüfter (wie in einem PC) kann sich auch ohne das die Sonne scheint noch mehrere Tage weiter drehen. Ein wichtiges Feature für einen deutschen Dörrapparat 😉 Desweiteren erhoffe ich mir von dem Lüfter, dass er die Temperatur der Rampenluft etwas verringert an heißen Tagen, denn ab 43 Grad werden Eiweißstrukturen im Dörrgut zerstörrt. Damit wäre der Apparat auch Rohkosttauglich.
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Diese mit Kettenglliedern als Scharnieren angeschweißte Tür lässt sich schön fest verrameln und hat auf der Innenseite noch eine Holzplatte, die vor allem in der Nacht etwas isolieren soll. Kühlt der Innenraum zu stark aus, kondensiert das Wasser am Trockengut und es besteht Schimmelgefahr.
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Bei geöffneter Tür lässt sich gut erkennen, wie die Rampe gegenüber in den Apparat hinein. Dadurch, dass das obere Stück der Rampe mit schwarzem Blech abgedeckt ist anstatt das eine Scheibe bis oben durchgeht kommt kaum Sonnenlicht in den Apparat hinein. Das ist wichtig, da die Sonnenstrahlen viele Vitamine und Nährstoffe zerstören. Auf diesem Bild fehlt noch das Moskionetz, dass Insekten am Eindringen durch die Wärmerampe hindert. Unten auf dem Boden ist noch eine Klappe angebracht, die in Zukunft entfernt werden könnte bei Nacht, um die warme Luft die man unter dem Dörrapparat ansammeln könnte wenn man auf den Seiten noch eine Fensterscheibe mit Lehm vormauert. Zu sehen sind auch die Armiereisen, auf denen die mit Kaninchendraht bespannten Trockenrahmen abgestellt werden können. Bei Stappelung können 20 solcher Rahmen gleichzeitig hinein. Es wird sich noch zeigen ob dies mit der Trockenleistung zu bewältigen ist.
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Blick durch das Ofenrhohr. Es ist oben auf der hinteren Seite des Apparates angebracht um einen Luftzug quer durch den Apparat zu erzeugen. Dabei helfen soll der darin eingepasste Lüfter, der permanent Luft nach oben saugt auch wenn sie kaum warm genug ist um selbst aufzusteigen. Auch das Rohr ist schwarz um das Aufsteigen der Luft zu beschleunigen.

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